Samstag, 14. Februar 2015

Die Skifreizeit

Hallo ihr Lieben,

Ich bin gerade gestern Abend von der Skifreizeit wieder gekommen und bevor ich am Montag schon wieder weiter ziehe, wollte ich euch ganz kurz davon berichten.

Ich war die letzte Woche in der Jugendherberge Champfleuri in einem kleinen Dorf in der Nähe von Grenoble. Bei Champfleuri handelt es sich um eine asehr internationale Jugendherberge, da sie auch Freiwilligendienste und Bibelkurse für internationale Studenten anbietet. Wir sind also auch zum ersten Mal auf andere "année diaconale" getroffen, eine neue Erfahrung.
Eine Schneeballschlecht im Hof der Jugendherberge

 Am Samstagmorgen ging es mit dem Bus 4 Stunden dorthin. Ich bin mit gemischten gefühlen hingefahren, denn wie die meisten von euch wissen beschränkt sich meine Skierfahrung auf eine Woche Skifreizeit in der 9.Klasse.

Deshalb habe ich mich auch dazu entschieden bei den Anfängern zu bleiben. Hatte ich...
Gleich am ersten Tag meinte ein anderer Jugendleiter: "Komm du fährst mit hoch und ich erklär dir ein bisschen was!"
Das endete damit, dass ich in einer Mischung aus Schneesturm und Nebel die Rote Piste eher runter gerutscht als gefahren bin. Es war nicht gerade mein Highlight der Fahrt. Aber ich bin trotz allem heil unten angekommen und ab dann auch wirklich bei den Anfängern geblieben.
Dort konnte ich auch mit lieben Worten, Motivation und Erklärung sehr viel besser helfen und die Ski-Zeit hat mir dort auch sehr viel Spass gemacht.

Sonst gab es immer wieder ein gemischtes Abendprogramm mit Bibelarbeit, Filmen und Spielen. Die Abende waren immer super lustig und haben viel Spass gemacht. Es war immer ziemlich lustig und ich habe viele Jugendliche von einer anderen Seite kennen gelernt. Außerdem war die Gruppe alterstechnisch sehr gemischt und viele der Jugendlichen, die mitgefahren sind, kommen nicht regelmäßig zur Jugendgruppe. Also eine sehr interessante Gruppe mit vielen unterschiedlichsten Persönlichkeiten, was sich auch in verscheidensten Reflektionen, aber auch Spielen gezeigt hat und sehr interessant war.

Außerdem waren bei diesem Camp auch die 2 Kinder von unserer Pfarrerin Christine mit von der Partie, also hab ich auch viel auf die beiden aufgepasst und bin mit ihnen Ski gefahren. Die beiden sind super süß und somit war das auch ein sehr cooler Teil dieser Fahrt.

Hier sind noch ein paar Fotos von der wunderschönen Umgebung:

Im Skigebiet


Ein Picknick bei dieser Aussicht- herrlich



Aber ich will euch je ehrlich von meinem Aufenthalt berichten und so viel Spass mir die Fahrt und die schöne Zeit gemacht hat, so gab es doch auch ein paar Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Ich bin jetzt aber noch zu beschäftigt damit, um euch davon distanzert berichten zu können, also lasse ich es lieber vorerst und nutze die 2 kommenden Wochen, um darüber nachzudenken bzw. mich davon abzulenken und dann wieder aufgetankt in die 2. Hälfte meines Jahres zu starten.
Denn am Montag geht es auf nach Grenoble und anschließend in den hohen Norden und ich freue mich schon riesig!
Also mache ich mich mal ans Kofferpacken!
Liebste Grüße,
<3
Jana

Samstag, 31. Januar 2015

Der ganz normale Wahnsinn

Guten Morgen meine Lieben,

Eine ruhige Woche in Montpellier geht zu Ende und das Wochenende folgt. Das nutz ich doch mal gleich aus, um euch zu berichten, wie es mir diese Woche so ergangen ist.

Letztes Wochenende war dere Soirée Cabaret der Jugendgruppe der Gemeinde. Das ist ein Abend, der von den Jugendlichen organisiert wird und an dem sie singen, tanzen und weitere Talente vorführen, um von Eltern, Verwandten, Freunden und weiteren Interessierten geld für ihre anstehenden Projekte, wie die Skifreizeit oder auch die Sommerfreizeit zu sammeln. Mütter aus der Jugendgruppe hatten ein riesieges Essen mit mehreren Gängen für 40 Gäste gekocht, die Jugendlichen haben gekellnert und zwischendurch gab es immer wieder Showeinlagen.
So kam es, dass ich den ganzen letzten Samstag in der Kirche verbracht habe, um Tische zu decken, die letzten Lieder einzuüben und alles für den Abend vorzubereiten. Und obwohl sowohl die Proben, als auch am Abend hinter den Kulissen es absolut chaotisch war, Pläne in der letzten Minute über den Haufen geworfen wurden und die Show aus sehr viel Improvisation bestand, war der Abend ein riesen Erfolg. Alle Gäste waren begeistert und haben die Arbeit, Vorbereitung und natürlich das Essen gelobt. Der Tag hat sehr viel Spass gemacht und ich war über so manches Talent der Jugendlichen dann doch sehr erstaunt.

Alice und ich mit unseren Jugendleiterkolleginnen und einem Jugendlichen

Der geschmückte Saal


Sonst gibt es noch eine andere Neuigkeit: Ich habe eine Geige!
Nein, das ist kein Witz, ob ihr es glaubt oder nicht. Letzten Dienstag klingelt es mittags an der Tür und ein Gemeindemitglied steht vor der Tür und sagt: hier ist deine Geige!
Das war mal eine Überraschung! Ich hab mich sehr gefreut und gleich angefangen die Gemeindeliedre zu üben. Ich muss sagen, dass mir das Spielen schon sehr gefehlt hat und ich freue mich jetzt wieder mehr "selbstgemachte" Musik in meinem leben zu haben!

So, dass war jetzt ein relativ kurzes Update. ich melde mich bald wieder. aber nächsten Samstag gehts erstmal auf die Skifreizeit und dafür gilt es noch einiges vorzubereiten. Ich bin sehr gespannt wie ich mich mit meiner sagen wir eher bescheidenen Skierfahrung schlagen werde. Aber Dank der lieben Gemeinde hier bin ich jetzt mit allen nötigen Klamotten ausgestattet: es kann also los gehen.

Habt eine Gute Woche, meine Lieben! 
Oh und auch hier nochmal alles Liebe zum Geburtstag, Mama! Es ist komisch heute nicht zu Hause zu sein und die Familienfeier vorzubereiten...
Ich denke an euch,
<3
Jana

Freitag, 23. Januar 2015

Vom Ausruhen und Neubeginnen

Hallo meine Liebsten,

Vous allez bien?
Bei mir ist alles gut und ich hab mich wieder erholt. Letzte Woche hat mich nämlich, nachdem eigentlich meine Erkältung, die ich aus London mitgebracht hatte, fast ausgestanden war, eine Bronchitis heim gesucht und ich lag für eine Woche im Bett. Das hieß viel Schlaf, viel Tee und viel Ruhe. Ich bin auch gleich am Anfang wegen meinem Fieber zum Arzt gegangen und da hat sich dann gezeigt, was ich schon vorher von vielen gehört hatte: französische Ärzte lieben Medikamente!
Mit 5 Medikamenten bestückt, kam ich aus der Apotheke zurück. Aber sie haben auch seine Wirkung gezeigt und ich habe mich wieder erholt und war diese Woche wieder ganz normal bei der Arbeit!

Da gibt es auch eine Neuigkeit: Wahrscheinlich werde ich ab Anfang März einen neuen Job dazu bekommen: einen Besuchsdienst im Krankenhaus.
Im Dezember hatten Alice und ich nämlich eine Besprechung mit unserer zuständigen Pfarrerin Christine, wie unser Jahr denn bis jetzt so läuft und wie wir uns mit allem fühlen und bei diesem Gespräch hat sie uns, vor allem, weil wir auch vorher immer wieder gesagt haben, dass wir gerne mehr Arbeit haben würden, angeboten, dass wir uns mit der zuständigen (deutschen) Pfarrerin im Krankenhaus in Verbindung setzten und einen Gesprächstermin vereinbaren (Nebenbei erwähnt: es gibt in Südfrankreich überraschend viele deutsche Pfarrerinnen).
Nach mehrmaligem Hin und Her kam der dann letzte Woche zu stande und wir haben uns über diese Arbeit im Allgemeinen, die verschiedenen Stationen und Kliniken und unsere Motivation unterhalten. Es war ein sehr angenehmes, offenes Gespräch und jetzt sieht es so aus, als könnte ich bald Besuchsdienste in einer Klinik für Menschen, die einen Unfall erlitten haben und nun jetzt wieder viele Dinge neu lernen müssen, machen. Ich bin schon sehr gespannt darauf und wie alles ablaufen wird.
Ich finde dieses Themengebiet super spannend und hoffe daraus sehr viele positive Erfahrungen zu machen und etwas lernen zu können.

So ihr Lieben, das war es eigentlich schon wieder. Ich kann euch noch kurz berichten, was mich in dieser Woche sehr gefreut hat: ich wurde von meinen beiden Mitbewohnerinnen angesprochen, dass sich mein französisch sehr verbessert hätte und ich mich inzwischen sehr gut ausdrücken könnte. 
Das hat mich sehr stolz und glücklich gemacht und ich muss auch sagen ich verliebe mich immer mehr in die französische Sprache!
Also, macht es gut und habt ein schönes Wochenende!
<3
Jana

Freitag, 9. Januar 2015

Alles beim alten...oder doch nicht?

Good Morning everyone,

Na, alles klar? Ich hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest und ein tolles Silvester! Wo ich schon dabei bin: ich wünsche euch (ein zugegeben etwas verspätetes) frohes, neues Jahr mit ganz vielen schönen Erlebnissen, Freude, Liebe und Gesundheit!

Ich bin wieder heil und sicher in Montpellier angekommen und es geht alles weiter seinen gewohnten Gang.
Aber irgendwie auch nicht...bevor ich euch von meinem Trip nach London und allem anderen erzähle, will ich euch natürlich auch etwas von der aktuellen Situation hier berichten.

Der Anschlag in Paris vor 2 Tagen und vor allem die Solidarität mit den Opfern ist hier super present und meine ganze Facebook-Chronik ist voll von Solidaritätsbekundungen, Bildern und Infos, wo die nächste Gedenkveranstaltung ist.
Es wird immer wieder betont, dass die freie Meinungsäußerung eine der wichtigsten Grundsäulen unserer Gesellschaft ist, die nicht vor Ereignissen wie diesem einknicken wird und, was ich besonders gut finde, dass dieser brutale Akt, nichts mit dem Islam an sich zu tun hat und man jetzt überlegt handeln sollte und Gegengewalt keine Lösung ist.
Das, was ich hier schreibe, sind Dinge, die unterschiedliche Gemeindemitglieder gesagt oder geschrieben haben und ich bin sehr froh, denn sie stimmen mit meinen Vorstellungen und Gedanken überein. Ich weiß aber, dass es außerhalb der Gemeinde (und vielleicht auch bei Menschen aus der Gemeinde mit denen ich noch nicht gesprochen habe) auch andere Meinungen und Reaktionen gibt, die schärfer und leider auch gewaltvoller sind.
Ich hoffe also darauf, dass die Täter bald gefasst werden, die Familien und Angehörigen Trost finden und es einen politischen und gesellschaftlichen Konsens im Umgang mit diesen Ereignissen gibt.

Puh...es fällt mir schwer die richtigen Worte zu diesem Thema zu finden, aber ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick in die Situation hier bekommen!



Jetzt zu einem ziemlich anderen, ziemlich gegensätzlichen Thema: Weihnachten.
Es war super schön ein wunderschönes Weihnachtsfest mit meiner Familie zu verbringen, ganz viele liebe Menschen zu treffen und die Zeit einfach zu genießen.
Auch, wenn mir der Aufbruch mir doch schwer gefallen ist, bin ich sehr froh zu Hause gewesen zu sein und habe mich sehr auf meine Rückkehr nach Montpellier gefreut.

Aber davor kam ja noch: mein Silvester in London!
Noch im Jahr 2014 bin ich zusammen mit Alice und Clara, einer Freiwilligen der Ekir in England von Düsseldorf aus nach London geflogen. Nach einer Verspätung von 4 Studen kamen wir gut an und sind gleich zum Projekt von Jonathan, dem Freiwilligen dort gefahren.

Er arbeitet dort bei "Helping Hands", einer Anlaufstelle für Menschen, die Probleme haben ihr Leben selbst zu bewältigen und dort etwas zu Essen bekommen oder in Speziellen Fällen auch leben. Es ist also ein großes Haus mit vielen unterschiedlichen Personen und Persönlichkeiten und alles wird von Brother Julian, einem anglikanischen Mönch geleitet, der auch in dem Haus wohnt.
Außerdem organisiert das Haus einen Besuchsdienst für Leute in
der näheren Umgebung, die Hilfe beim Einkaufen, Putzen etc. oder einfach etwas Gesellschaft brauchen.
Wir Besucher haben ein Zimmer in diesem Haus für unsere Zeit da bekommen, wofür wir sehr dankbar waren und es war eine interessante Erfahrung ein anderes (so unterschiedliches) Projekt kennen zu lernen und man hat so auch eine sehr andere Sicht auf London bekommen.
Ich muss ehrlich zugeben, dass es für mich am Anfang schwierig war mich in diese Struktur einzufinden und es war für mich eine komplett neue Erfahrung so zu wohnen. Aber es war auch unglaublich lehrreich und hat mir im Endeffekt sehr viel gegeben.
Ich bin von dem Projekt an sich, dass jedem die Hand reicht und eine offene Tür für jeden hat, total begeistert, habe aber auch gemerkt, dass es für mich als Freiwillige in dem Projekt sehr schwierig wäre und bin deshalb auch sehr beeindruckt von Jonathan, der das alles dort meistert.

Ich könnte jetzt hier Jahre lang über London schreiben, 1000 Geschichten erzählen und in Erinnerungen schwelgen, es waren nämlich super schöne 9 Tage, die ich dort vebracht habe. Es tat total gut die ganzen anderen Freiwilligen zu sehen, sich über die vergangene Zeit auszutauschen, Geschichten zu hören und eine schöne Zeit zusammen zu haben.
Ein großes Highlight war natürlich das Feuerwerk am Big Ben, dass wir nur aus der Ferne betrachten konnten, da es dieses Jahr eine abgesperrte Zone mit Tickets gab. Aber trotz allem und auch wenn wir mit tausenden anderen Menschen auf einer Brücke gequetscht standen, war ein super toller Rutsch ins neue Jahr und eine ganz neue, schöne Erfahrung!

Links in der Ferne Big Ben und daneben das Feuerwerk

Also habe ich mich entschieden euch von meinen Highlights von London zu berichten:

1. Evensong: Dank dem Tipp von Alice Vater haen wir erfahren, dass man jeden Abend kostenlos in die Westminster Abbey kommt, um am Evensong teilzunehmen. Dabei singt ein Chor religiöse Lieder, es wird gebetet und Bibelstellen vorgelesen. Es war eine super tolle Athmosphäre und hat mir tausenmal besser gefallen, als es jede Tourie-Besichtigung je könnte.

Westminster Abbey



2. Beauty and the Beast: Wir wollten in London ins Theater und sind eshalb ins nächstgelegene in Stratford gegangen, um uns die Schöne und das Biest anzusehen. Es stellte sich aber am Ende raus, dass es sich dabei, um ein Kindermusical handelte. NAch anfänglicher Verwirrung über diverse Tiere, wurde es aber super lustig und am ende hatten wir mehr Spass als die Kinder, haben gesungen und getantzt!


3. Tea and Scones: Diese englische Spezialität durfte natürlich nicht fehlen! Wir waren in einem super süßen kleinen Café und es war einfach super lecker und total gemütlich!


Ich zeig euch jetzt einfach noch ein paar Fotos von dieser super coolen Reise, die vielleicht ein bisschen besser meine Begeisterung zeigen können:










Es war Alice Geburtstag, also durfte natürlich ein Kuchen nicht fehlen
















Also meine Lieben, ich hoffe es geht euch gut und ihr hattet einen guten Start in Schule, Uni, Arbeit und co., auf bald,
<3
Jana

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Lichterfest und Weihnachten in der Kirche

Hallo meine Lieben,

Wie geht es euch? Seit ihr im Weihnachtsstress oder geht noch alles ruhig zu?
Ich befinde mich hier momentan in Aufbruchsstimung, denn morgen geht es los zurück nach Essen, um mit meiner Familie Weihnachten zu feiern. Und wie das immer so ist, hab ich eine To-do-Liste und die wird irgendwie auch nicht kürzer, also hab ich heute noch einiges vor mir...
Aber vorher will ich euch ja nicht hinterher hinken lassen und erzähl euch noch von meiner letzten Woche oder besser gesagt vom letzten Wochenende. Da war nämlich einiges los in Montpellier:

Als erstes gab es am letzten Samstag das "Fête de lumières". Für alle die sich jetzt wundern: ja es ist eigentlich in Lyon und für alle, die nicht wissen, wovon ich rede, kommt hier eine Erklärung: Das "Fête de lumières" ist eine Großveranstaltung, die jedes Jahr in der Innenstadt von Lyon stattfindet. Dabei werden viele öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit vielen bunten Lichtern und Bildern angestrahlt und dazu gibt es Musik, also ein großes Spektakel und in ganz Frankreich sehr bekannt und beliebt. Es war in den letzten Wochen eigentlich dauernd Gesprächsthema und nach Videos, die ich gesehen habe, zu urteilen, lohnt es sich auch total dafür nach Lyon zu fahren. 
Da es aber nun so bekannt und beliebt ist, hat sich die Stadt Montpellier gedacht: "Das können wir auch" und hat deshalb ein eigenes (viel kleineres) "Fête de lumières" veranstaltet. An 3 Orten der Innenstadt wurden auch Gebäude angestrahlt und die Innenstadt war voll wie nie. Es war super schön und das Lichter- und Farbenspiel sehr beeindruckend. Hier habt ihr, wie immer ein paar Bilder:




Aber dann folgte am Sonntag auch schon das nächste Großereignis, nämlich das "Fête de Noel" (Wiehnachtsfest) der Kirche. Dafür hatten wir, wie ich, glaube ich auch schonmal erwähnt hatte, mit allen Kinder- und Jugendgruppen etwas vorbereitet. Und nun kam der große Tag, um alles vorzuführen. 
Das Weihanchtsfest ist für die Kirche etwas ganz besonderes und alle Eltern und Familien kommen, um ihre Kinder zu sehen. Das bedeutete, dass wir uns schon 3 Stunden vorher noch zu Proben getroffen haben. 
Diese sind absolut chaotisch abgelaufen und ich hab schon schwarz gesehen für die Auftritte später. Aber wie das immer so ist, wenn die Generalprobe schief läuft, dann ist der Auftritt gut! Vor allem der Flashmob, den Alice und ich mit der Jugendgruppe vorbreitet haben, ist gut angekommen, auch wenn ich auf der Bühne fast noch über meine eigenen Füße gestolpert wäre...
Es war ein besonderer Tag in der Kirche und vor allem, dass mich/uns so gut wie jeder berüßt hat und mit mir gequatscht hat, hat mir gezeigt, dass ich hier angekommen bin und langsam meinen Platz finde und diese Erkenntnis hat mich sehr gefreut und mir viel Kraft gegeben.

Die Proben zum Flashmob der Jugendgruppe

Die voll besetzte und dekorierte Kirche


So...jetzt mach ich mich mal wieder an meine Liste, vor allem, weil wir gleich noch zur "Culte Pause" müssen...
Also meine Lieben verbringt ein wunderschönes Weihnachtsfest und eine ganz tolle Weihanchtszeit! Ich freue mich schon sehr darauf ganz viele von euch zu sehen und in die Arme zu schließen. Ich melde mich im nächsten Jahr wieder. Guten Rutsch ins Jahr 2015!
<3
Jana

P.S.: Ich schließe mit einem Bild von der Weihnachtsfeier der Konfigruppe gestern:

Freitag, 12. Dezember 2014

Fröhliche Weihnacht überall

Hallöchen meine Lieben,

Heute gehts es um Weihnahcten, denn hier in Montpellier, bei der Arbeit und auch überall sonst stellt sich alles darauf ein!
So kam es zum Beispiel, dass ich letztes Wochenende ein Konzert von meinem Chor beim "Festival du choeurs" hatte. Meine ganze WG ist mitgekommen und hat es sich angesehen und das hat mich total gefreut und war total schön! Es war im "Maison des choeurs", einer umgebauten, alten Kirche und es war schon eine besondere Athmosphäre in dem großen Kirchenschiff mit alten Kirchenfenstern und Marmorsäulen zu singen.
Das Konzert ist gut gelaufen und es hat super Spass gemacht viel singen zu können und wenigstens so etwas ähnliches wie meine bisher alljährlichen Weihnachtskonzerte in der Schule zu haben, die ich doch sehr vermisse.
Nach uns hat vor allem ein etwas alternativ angehauchter Gospelchor gesungen und meine Chormitglieder und ich haben auf der Empore geklatscht und getanzt - es war herrlich!
Hier mal ein Bild vond em Auftritt des anderen Chors. Es tut mir leid, dass es so schlechte Qualität hat, aber ich dachte mir, dann habt ihr wenigstens eine ungefähre Vorstellung:



Außerdem hatten wir diese Woche sehr viel mit derVorbereitung der Weihnachtsfeier der Gemeinde, jetzt am Sonntag zu tun. Auf die freue ich mich schon sehr und ich bin sehr gespannt, ob alles klappen wird! Ich werde euch ausführlichst berichten.

Sonst waren Alice und ich diese Woche das 2. Mal in der Studengruppe, in der wir eigentlich Teilnehmer und keine Animatrices sind. Diesmal waren wir überraschenderweise sogar viel mehr Leute und somit hat es schon viel mehr Spass gemacht ( auch wenn wir wegen einer Besprechung nach dem Essen gehen mussten)! Ich freue mich auf das nächste Mal im nächsten Jahr!

Und dann war da natürlich noch die Weihnachtsfeier der theologischen Fakultät gestern Abend. Alice und ich haben dabei unserer Mitbewohnerin Lauriane bei der Dekoration geholfen. Wir waren zwar beide von dem Thema: Schwarz und Pink plus Schmetterlinge und der Kombination von pinken Bändern, Efeu,  Schmetterlingen, Tannenzapfen und Zimtstangen nicht wirklich begeistert, aber es war ein lustiger Morgen und hier könnt ihr euch vom Ergebnis selbst überzeugen:




Abends gab es dann erst einen Gottesdienst, bei dem Weihnachtslieder gesungen wurden (unter anderem "Stille Nacht, heilige Nacht" und "Gloria in excelsis Deo" auf französisch-super schön, aber ungewohnt) und anschließend dann ein riesiges Essen, bei dem alle Studenten etwas typisches aus ihren Heimatländern gekocht hatten. Das war einfach super lecker und es gab unglaublich viel! Nur die Hauptspeise war durch afrkanisches und damit fleischlastiges Essen geprägt, also war ich erstmal raus. Aber dann gibt es zum Glück noch ein paar deutsche Erasmus-Studenten, die Spätzle und dann Apfelstrudel zum Nachtisch gekocht haben! Ich war unglaublich begeistert!!
Außerdem gab es zwischendurch immer wieder "Bühnenprogramm", also Lieder, die vom Studentenchor gesungen wurden, Zaubertricks und dann das große Wichteln mit dem richtigen Weihnachtsmann, bei dem ich 2 kleine Bücher gekriegt habe! 

Der Studentenchor



Es war ein super schöner und witziger Abend und hat alles sehr viel Spass gemacht. Und da die Fakultät nur aus so ca. 30 Studenten besteht, hat man super viele bekannte Gesichter gesehen und am Ende alle Studenten der Fakultät kennengelernt, was ich doch außergewöhnlich finde. 
Was mich auch immer wieder überrascht ist die Alterspanne, der Studenten hier. Es gibt alle Altersstufen von 17 bis 50 und es ist auch relativ normal, dass manche vor dem Stduium schon gearbeitet oder etwas anderes studiert haben. Und trotz des manchmal enormen Altersunterschieds verstehen sich alle gut und es herrscht eine sehr herzliche Stimmung.

So, das soll es für heute sein. Ich melde mich bald wieder. Macht es gut!
<3
Jana

Montag, 1. Dezember 2014

Life's like a jumprope



Hallo meine Liebsten,

Diesmal beginnt der Post mit einem Foto. Denn wie ihr schon sehen könnt: It's beginning to look a lot like Christmas....
In Montpellier hat am letzten Freitag der Weihnachtsmarkt eröffnet und damit wurde auch die ganze Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt angestellt und es sieht einfach total super aus und bringt mich in eine wundervoll weihnachtliche Stimmung!
Natürlich habe ich das auch gleich genutzt und bin zusammen mit Alice am letzten Freitag auch schon auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Der war total niedlich und es gab ein paar sehr schöne Stände und auch eine kleine Achterbahn für Kinder. Am Donnerstag werden wir wohl auch mit der WG hingehen.
Hier damit ihr noch ein paar Eindrücke vom weihnachtlichen Montpellier bekommt:

Der Weihnachtsmarkt

Der Tannenbaum auf demPlace de la Comedié mit der passend geschmückten Oper


Dann hat sich in den letzten Wochen auch auf der Arbeit ein bisschen was verändert. 
Alice und ich haben in der letzten Woche relativ spontan angefangen in einem anderen Obdachlosencafé ganz bei uns in der Nähe einen Tag in der Woche mit zu helfen.
Ich mag die Arbeit dort sehr gerne, aber man merkt schon, dass das Ganze etwas routinierter abläuft als das Babelcafé, bei dem ich auch aushelfe so oft es geht, dass aber nur einmal die Woche statt findet. Es gab aber auch gleich beim ersten Mal einen Vorfall von dem ich euch erzählen will. Einer der Männer wollte gerne telefonieren und da er dafür einfach in einen Bereich gegangen ist, den er sonst ohne Erlaubnis nicht betreten darf, hat sich eine meiner Mitarbeiter ihm in den Weg gestellt. Darüber ist er wütend geworden, hat geschrien, einige Kannen mit kochendemWasser runtergeworfen und auch eine meiner Mitarbeiterinnen geschubst.
Einige andere Mitarbeiter haben ihn dann beruhigt und auch die Polizei gerufen.
Das war ein eindrücklickliches Ereignis für mich. Da ich nicht viele Erfahrungen in der Arbeit mit Obdachlosen habe, habe ich mit der Situation erstmal überfordert gefühlt, auch wenn ich nicht wirklich in Gefahr war oder etwas Ähnliches und mich auch gleich alle gefragt haben, ob alles gut ist und sehr nett waren.
Inzwischen habe ich mich wieder beruhigt, aber ich habe doch meine Zeit gebraucht damit umzugehen und mich mental auf das nächste Mal ein zu stellen. Das ist nämlich morgen und nach dem letzten Ereignis gehe ich mit gemischten Gefühlen hin, bin aber optimistisch morgen viele gute Eindrücke sammeln zu können und so Gras über die Sache wachsen zu lassen.

Dieses Wochenende ging es dann mal wieder auf ein Jugendwochenende in die Cevennés. Es war ein Wochenende für die Jugendlichen der Jugendgruppe und des KT's, um das Weihnachtsfest dieses Jahr vorzubereiten. Bei diesem führen nämlich alle Kinder und Jugendlichen jedes Jahr etwas vor. 
Also ging es am ersten Tag erstmal mit verscheidenen Ateliers zur Gruppenförderung los, die sehr viel Spass gemacht haben und am Sonntag dann an das Vorbereiten der Weihnachtsfeier.
Dabei habe ich zusammen mit Alice und einigen Jugendlichen der Jugendgruppe einen Flashmob vorbereitet, den dann die ganze Jugendgruppe am Ende im Gottesdienst vorführen soll.
Die Jugendlichen haben sich sehr viel Mühe gegeben und es ist wirklich ein cooles Ergebnis mit vielen verscheidenen Musikwechseln und einem tollen Tanz entstanden und ich bin schon super gespannt auf die ganze Weihnachtsfeier!

Außerdem war ich in letzter Zeit auch sehr von meinem Chor eingenommen. Denn am nächsten Wochenende haben wir ein Konzert und dafür in der letzten Zeit sehr viel geprobt. Ich war erst etwas unsicher, da ich wegen der Arbeit mehrere Proben gefehlt hatte, ob ich gut in die Stücke und auch in Chorgruppe reinkomme. Aber die Stücke habe ich sehr schnell drauf gehabt und auch schon ein paar nette Leute kennen gelernt mit denen die Proben sehr nett sind!

So jetzt widme ich mich mal wieder dem Putzen meines Zimmers. Ja, so spannende Sachen mag ich am Montag...
Wobei Alice und ich heute schon im Einkaufzentrum waren und ich habe ein paar schöne Weihnachts-Deko-Sachen und einen Pullover gefunden.
Bis ganz bald, meine Lieben.
<3
Jana

P.S.: Ich habe in der letzten Woche auch meinen 1.Rundbrief geschrieben und schon an meinen Unterstützerkreis und ein paar Leute geschickt. Wenn ich euch dabei vergessen habe, meldet euch gerne bei mir!