Bevor ich anfange von meinem letzten Wochenende zu erzählen, ist mir bei näherem Betrachten meines letzten Blogposts aufgefallen, dass ich die im Titel angekündigten Straßenkünstler gar nicht erwähnt hatte! Also mach ich das hier: Es ist in Montpellier so, dass an jeder Ecke und natürlich vor allem an den großen Plätzen der Stadt jede Menge Straßenkünstler zu sehen sind. Ob Sänger, Tänzer oder Maler, es ist immer alles dabei! Und Alice und ich haben uns in der letzten Woche einen Abend diesen gewidmet und ca. 2 Stunden auf dem Place de la Comedié verbracht, um uns einen unglaublich guten Sänger und einer sehr lustigen Hiphop-Peformance anzusehen und waren sehr beeindruckt! Es gibt hier immer wieder wirkliche Talente zu bestaunen und vor allem viel gute Musik;)
So viel dazu...
Aber jetzt zum Wochenende, das ziemlich ereignisreich war. Es startete am Samstag mit dem Camp zum Start des KT (des Konfiunterrichts) im Garten eines unserer Pfarrer. Wir fuhren also am Samstag nach Cournonterral, einem Vorort von Montpellier, um dort unsere Zelte aufzuschlagen. Wir wurden von einem anderen Mitarbeiter der Gemeinde mitgenommen, da wir mit dem Bus eine Stunde gebraucht hätten. Da dieser aber, ganz nach französischen Verhältnissen, wie er meinte, erstmal eine halbe stunde zu spät war und dann noch zum Tanken fuhr, kamen wir deutlich verspätet an, was aber für niemanden ein Problem war!
Nach einem Kennlernspiel, Zitronenkuchen und dem Aufbauen der Zelte brachen wir auch schon wieder zu einer 4km langen Wanderung zu einer Grotte auf.
Auf dem Weg gab es verschiedene Stationen an denen die Jugendlichen Aufgaben hatten, wie einen Sketch zu schreiben oder Ausschnitte einer Geschichte zu sortieren. Alles war an eine Bibelgeschichte angelehnt. Nach unserem langen Marsch kamen wir dann gegen Einbruch der Dunkelheit an der Grotte an. Die Landschaft der Umgebung war total schön und sehr beeindruckend!
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| Ein Foto, dass alice auf der Wanderung gemacht hat |
Um in die Grotte selbst zu kommen, mussten wir dann durch einen schmalen Gang ins Innere klettern (oder quetschen, wie mans nimmt ;) ). Auf dem Weg wurde Alice dann von einer Fledermaus attakiert, die kurz darauf auch auf mich zuflog weshalb ich gleich losschrie: "Aaaah...Fledermaus!!" und dachte: "Was heißt das bitte auf französisch???". Es war für alle anderen bestimmt sehr amüsant.:D
In der Grotte angekommen, wurde diese dann mit Kerzen dekoriert, eine Bibelgeschichte gelesen und "Hevenu shalom aleichem" gesungen. Da Franzosen kein "ch" aussprechen können, war auch das eine interessante Erfahrung;)
Anschließend folgte der Rückweg im Dunkeln. Durch den Sternenhimmel und da ein anderer Pfarrer mit dem Auto kam und immer wieder Jugedliche und zum Schluss auch uns aufgesammelt hat, war dieser sehr angenehm.
Anschließend gab es dann Abendessen: Nudeln mit Hänchenkeule, also für mich Nudeln:D und natürlich das obligatorische Baguette!
Dann folgte ein kleines Lagerfeuer und wir gingen in unsere Zelte.
Am nächsten Morgen folgte das große Aufräumen und die Rückfahrt nach Montpellier, wo der große Gottedienst zum Anfang des Kirchenjahres stattfand. Dort waren wir, zusammen mit 2 Mitarbeiterinnen der Gemeinde für die Kinderbetreuung verantwortlich und bastelten mit den Kindern Schmetterlinge. Außerdem lasen Alice und ich die Geschichte der kleinen Raupe Nimemrsatt vor:" Le petit chenille qui a trés faim":)
Auf den Gottesdienst folge ein großes Mittagessen mit der ganzen Gemeinde. was im Freien in der Nähe der Kirche stattfand und total schön war. Es gab jede Menge zu essen, man saß unter Bäumen und sehr viele Leute kamen zu uns, haben sich uns vorgestellt und gefragt wie es uns ging. Außerdem gab es ein sehr reichhaltiges Nachtischbuffet;)
Außerdem fand eine Konfernz für die Erwachsenen statt. In dieser Zeit haben Alice und ich wieder auf die Kinder aufgepasst und mit ihnen Dosen werfen gespielt.
Ihr merkt also an diesem Wochenende konnte fast schon sowas wie Stress aufkommen und dem entsprechend müde waren wir auch gestern Abend!
Und nächstes Wochenende geht esauch gleich schon weiter mit einem Familienwochenende in den Cevennés. Man darf als gespannt sein;)
Bis bald,
<3
Jana

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